Back to Blogs
Blog Img

Die Zukunft liegt im «Intelligent Staffing»

Welchen Nutzen bringen neue HR-Technologien?

Bestehende und neue Technologien helfen, Arbeitsabläufe zu verbessern und neue Geschäftserkenntnisse zu gewinnen. Für uns ist entscheidend, unsere Kundinnen und Kunden sowie Kandidatinnen und Kandidaten optimal zu betreuen. Hier leisten HR-Technologien einen wesentlichen Beitrag. Sie ermöglichen uns, rasch auf Anfragen zu reagieren und die Dienstleistung zugunsten unserer Talente und Kunden zu verbessern. Auch wollen wir neue technologische Möglichkeiten nutzen, um noch besser mit Talenten in Kontakt zu treten. Vor dem Hintergrund des Wettbewerbs im Talentmarkt ist das ausschlaggebend.

Gleichzeitig fordern neue Technologien auch das HR. Was bedeutet das für das Personalwesen der Zukunft?

Die technologischen Anforderungen nehmen laufend zu. Nicht nur für das HR, sondern für Organisationen insgesamt. Es ist klar, dass neue Technologien wie künstliche Intelligenz und Robotik die Arbeitswelt revolutionieren und die Investitionen in diesem Bereich durch die hohen Kundenerwartungen weiterhin rasant steigen. Zugleich gilt es, den rechtlichen Rahmen einzuhalten, interne Prozesse und Abläufe anzupassen und die Sicherheit der Systemlandschaft zu garantieren. Mit dem Anspruch auf Geschwindigkeit entsteht hier häufig ein Spannungsfeld. Auch für das Personalwesen wird es entscheidend sein, welche Organisationen diese Trans-formation insgesamt gut meistern und es schaffen, Technologien zielgerichtet ein-zusetzen. Das haben die Pandemie und deren Auswirkung auf die Rekrutierung und das Onboarding von neuen Mitarbeitenden eindrücklich gezeigt. Neben dieser wachsenden Bedeutung von virtueller Realität werden zwischenmenschliche Interaktionen weiterhin wichtig bleiben. Es ist somit ausschlaggebend, verfügbare Technologien gezielt am richtigen Ort einzusetzen und dabei den Aspekt Mensch niemals aus den Augen zu verlieren.

Warum gelingt die Einführung neuer Technologien nur schleppend und ist ziemlich erschwert? Hat man in den letzten Jahren dieses Thema im HR vernachlässigt oder fehlt es an gewissen Ressourcen für deren Umsetzung?

Neue Technologien, auch jene im HR, müssen mit den vorhandenen Systemen von Unternehmen zusammenspielen. Dies macht die Evaluation nicht immer einfach. Die Ressourcen, die es für die Einführung braucht, sind sicher nicht zu unterschätzen aber nur ein Bestandteil. Die Herausforderung liegt aus meiner Sicht viel mehr darin, dass die Einführung neuer Technologien oft in ganze Wertschöpfungsketten eines Unternehmens eingreift. Sie gelingt nur, wenn sie von der obersten Unternehmensebene getragen, ganzheitlich über alle Bereiche hinweg geleitet wird und die Mitarbeitenden eingebunden werden.

Künstliche Intelligenz im Personalwesen ist auf dem Vormarsch/wird immer präsenter. Was halten Sie davon? Was sind die Chancen für das Recruiting?

Bei Kelly nennen wir es die Ära des «Intelligent Staffing». Sie zeichnet sich durch Robotik, KI und personalisierte Interaktionen mit Talenten und Kunden aus. Wir investieren gezielt in entsprechende Technologien. Dies wird es ermöglichen neue Talentpools zu erschliessen und Menschen, die heute aufgrund von willkürlichen oder künstlichen Barrieren vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden, einfacher einzubeziehen. Darüber hinaus müssen Arbeitnehmende in neuen technischen Fähigkeiten weitergebildet und übergreifend geschult werden. Unternehmen, die dies nicht erkennen, werden es in der Zukunft schwer haben, die gewünschten Talente zu finden.

Wie motiviert Kelly (Schweiz) AG seine HR-Mitarbeitenden, neue Technologien zu erlernen und sich laufend neue Kompetenzen anzueignen?

Unser Vorteil ist es, dass wir in eine internationale Organisation eingebettet sind. Wir erhalten so immer wieder Einblick in neue Tools, die in einzelnen Ländern getestet werden und teilen diese Erkenntnisse mit unseren Kolleginnen und Kollegen. Weiter gibt es nebst standardisierten Schulungen für neue Mitarbeitende, Plattformen für den regelmässigen Austausch zu neuen Technologien. Hier werden die Herausforderungen der Filialmitarbeitenden in offenen Teams diskutiert, Lösungen aufgezeigt und vermittelt. Dennoch gibt es hier weiterhin viel zu tun, denn Anpassungen und Weiterentwicklungen folgen immer kürzeren Zyklen. Dies verlangt nach einer abgestimmten Planung, Priorisierung und Partizipation aller Führungsebenen. Unsere Digitalisierungsstrategie hilft uns hier, alle unsere Mitarbeitenden auf diese Reise mitzunehmen.

Als Vorstandsmitglied von swissstaffing. Wie könnte swissstaffing die Branche bei der Einführung neuer HR-Technologien unterstützen?

Einführen müssen wir neue Technologien schon selbst. Allerdings braucht es eine Vertretung der Brancheninteressen gegenüber der Politik. Es müssen Problemfelder aufgezeigt werden, wo der rechtliche Rahmen angepasst oder es übergeordnete Lösungen bedarf wie zum Beispiel der digitalen Identität. Weiter kann der Verband neue Technologien evaluieren, Austauschplattformen zu diesen oder Ausbildungsmöglichkeiten bieten.

Quelle: Swissstaffing. Unser Vorstand bloggt: Die Zukunft liegt im «Intelligent Staffing» .Verfügbar unter: www.swissstaffing.ch